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Ertüchtigung des Cranzer und Neuenfelder Hauptdeichs, Hamburg

Der Schutz vor Sturmfluten ist für Hamburg von herausragender Bedeutung. In den letzten 50 Jahren – seit der Sturmflutkatastrophe vom 16. Februar 1962 – hat Hamburg durchgehend an der Verstärkung der öffentlichen Hochwasserschutzanlagen gearbeitet. Um den gleichwertigen Schutz für alle Anrainer gewähren zu können, hat sich Hamburg 2017 mit den Nachbarländern Niedersachsen und Schleswig Holstein auf einheitliche Bemessungswasserstände in der Tideelbe verständigt.

Diese aktualisierten Bemessungswasserstände bilden die Grundlage für ein neues Erhöhungsprogramm zur Verbesserung des Schutzes vor Sturmfluten in Hamburg. Die Erhöhung beinhaltet einen Klimazuschlag für den zu erwartenden Anstieg des Meeresspiegels. Für den Cranzer und Neuenfelder Hauptdeich bedeutet das konkret: Eine Erhöhung zwischen 30 und 70 cm.

Die Fakten.

Leistungen WK Consult:
Generalplaner
Objektplanung Deichbau
Objektplanung Entwässerung
Objektplanung Siel- und Schöpfwerk
Tragwerksplanung Siel- und Schöpfwerk

Besondere Leistungen:
Objektplanung diverser weiterer Objekte
Tragwerksplanung diverser weiterer Objekte
Örtliche Bauüberwachung
Kampfmittelsondierkonzept
Bauwerksuntersuchung Siel- und Schöpfwerk
Bauphasenplanung
Objektübergreifende, integrierte Bauablaufplanung

Leistungen Nachunternehmer:
Verkehrsanlagen
Hochbau Siel- und Schöpfwerk
Technische Ausrüstung Siel- und Schöpfwerk
Landschaftspflegerischer Begleitplan
Umweltverträglichkeitsstudie

 

 

Die Aufgabe.

Hochwasserschutz mit komplexen Anforderungen an den Ingenieurbau: Die Ertüchtigung des Cranzer und Neuenfelder Hauptdeichs ist eine Aufgabe mit unterschiedlichsten Aspekten. Die Belange von Anwohnern, Naturschutz und Obstanbau bilden dabei die wesentlichen Eckpfeiler des vielschichtigen Projektes.

Der Cranzer und Neuenfelder Hauptdeich muss auf einer Länge von insgesamt ca. 3,2 km an die aktuellen Sollhöhen angepasst werden. Im Zuge dessen soll die dem öffentlichen Verkehr gewidmete Deichverteidigungsstraße grundsaniert werden. Hierbei müssen auch die Vorgaben des „Leitfaden für Planungen im Hamburger Hochwasserschutz“ berücksichtigt werden. Weiterhin muss eine Anpassung des Straßenquerschnittes sowie des Lagerstreifens zur Deichverteidigung, der als Geh- und Radweg genutzt wird, an die aktuellen Entwurfsrichtlinien für den Straßenbau der Stadt Hamburg erfolgen. Besonderes Ziel der Maßnahmen: Die Knotenpunkte der Deichverteidigungsstraße mit den angrenzenden öffentlichen Straßen sollen unter Berücksichtigung der Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer – PKW, LKW, Fußgänger und Radfahrer – optimiert werden. Zusätzlich muss die Anbindung privater und gewerblicher Anlieger an die öffentliche Straße realisiert werden. Darüber hinaus bedingt die Deicherhöhung eine Verbreiterung des Deichquerschnittes, sodass auch die vorhandenen wasserwirtschaftlichen Einrichtungen wie die Entwässerungsgräben, Dränagen etc. umgebaut werden müssen.

Für die Bewässerung der anliegenden Obstbauflächen sowie für die Straßen-, Deich- und allgemeinen Flächenentwässerung soll jeweils ein eigenständiges System hergestellt werden. Das bestehende Siel- und Schöpfwerk im Mündungsbereich vom Neuenfelder Schleusenfleet ist durch die Planung betroffen und muss baulich angepasst werden. Das Baufeld grenzt unmittelbar an das Naturschutz-, FFH- und RAMSAR-Gebiet Mühlenberger Loch. Dazu sind entsprechende Untersuchungen und Bewertungen gemäß geltender Richtlinien und Gesetze durchzuführen. Die Planung des Bauablaufes und die Ertüchtigung des Deiches erfolgt anschließend unter Berücksichtigung dieser Restriktionen.

 

 

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