Wissen, das trägt.

Die neue
Weite.

Ausbau der Oststrecke des Nord-Ostsee-Kanals, Schleswig-Holstein

Ende 1895 wurde der Nord-Ostsee-Kanal in Dienst genommen und erspart seitdem Passagier- und Frachtschiffen den langen Weg um die Nordspitze Dänemarks. Und diese Abkürzung wird nachgefragt. Heute ist der direkte Wasserweg zwischen Brunsbüttel und Kiel der meistbefahrene Kanal der Welt. Doch in den letzten Jahren haben steigender Schiffsverkehr und zunehmende Schiffsgrößen den Nord-Ostsee-Kanal vor große Herausforderungen gestellt. Insbesondere der Bereich der Oststrecke zwischen den Weichen Königsförde und dem Binnenhafen Holtenau hat sich dabei zu einem wahren Flaschenhals für den Schiffsverkehr entwickelt.

Die Fakten.

Leistungen WK Consult:
Objektplanung
Tragwerksplanung
Geotechnische Beratungsleistungen

Bauvolumen:
ca. 55 Mio. Euro

Die Aufgabe.

Um den steigenden Anforderungen an einen wirtschaftlichen Warenverkehr gerecht werden zu können, muss der Nord-Ostsee-Kanal im kritischen Bereich westlich von Kiel begradigt und verbreitert werden, um größeren Schiffen die Passage zu erleichtern.

Bei der Entwicklung einer Lösung muss sowohl ein größtmöglicher Nutzen für die Schifffahrt erzielt als auch eine Minimierung der Eingriffe in Natur und Landschaft sichergestellt werden. Nach gründlichen Voruntersuchungen wurde eine Umsetzung gefunden, die beide Aspekte berücksichtigt.

Vorgesehen sind die Verbreiterung des Kanals im Bereich der Oststrecke sowie eine deutliche Abflachung der engen Kurven. Konkret bedeutet das: Auf ca. 11 km wird die Kanalböschung ausgebaut und auf eine Mindestsohlbreite von 70 m hergestellt. Die Kurvenradien werden auf 3.000 m vergrößert um Engstellen für die Schifffahrt zu beseitigen. Die gewählte Vorzugsvariante, die den größtmöglichen Nutzen für die Schifffahrt bei gleichzeitiger Minimierung der Eingriffe in Natur und Landschaft erzielt, sieht einen einseitigen Ausbau vor, der in mehreren Planungsabschnitten realisiert wird. Für die Abschnitte „Gerade Königsförde“ sowie „Kurve Groß Nordsee“ (Kkm 79,9–84,1) werden unter anderem der Entwurf-AU sowie die Ausschreibungsunterlagen durch WK Consult erstellt. Eine Anpassung der Wassertiefe soll zunächst nicht vorgenommen werden.

Beim Aushub bis zu einer Ausbautiefe von -11,20 mNHN fallen ca. 2,4 Mio. m³ Boden (1,1 Mio. m³ Nass- und 1,3 m Mio. m³ Trockenabtrag) an. Für die Verbringung des Aushubs und der Rückbaumaterialien wird die Beprobung konzipiert, ausgeschrieben und begleitet. Die Verbringung erfolgt u. a. auf terrestrischen Ablagerungsflächen, in der Ostsee sowie als Einbau in einem BAB-begleitenden Lärmschutzwall. 

Weiterlesenweniger